Symbolbild. 23. September 2021: Das Firmenschild von China Evergrand in Hongkong. Nimmt der Immobilienriese im Falle einer Pleite die Weltwirtschaft mit in den Abgrund? (Others)

Der hochverschuldete chinesische Immobilienkonzern Evergrande hat sich nach einem Medienbericht mit einer weiteren Zinszahlung auf US-Dollar-Anleihen erneut etwas Luft verschafft. Kunden der Verwahr- und Zahlungsabwicklungsgesellschaft Clearstream hätten Kuponzahlungen für drei solcher Anleihen erhalten, sagte ein Clearstream-Sprecher der Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag. Zudem hätten zwei Investoren bestätigt, Geld erhalten zu haben, hieß es weiter von Bloomberg. Zuletzt hatte der Immobilienkonzern fällige Zahlungen mehr oder weniger in letzter Minute überwiesen. Mit Schulden von rund 300 Milliarden Dollar gilt Evergrande als eines der weltweit am höchsten verschuldeten Immobilienunternehmen. Experten befürchten im Falle einer Pleite des Konzerns weitere Schockwellen im Bausektor bis hin zu einer globalen Finanzkrise. Allerdings hatte die chinesische Regierung zuletzt Maßnahmen ergriffen, um ein wenig Druck von den zahlreichen hochverschuldeten Immobilienunternehmen des Landes zu nehmen. Zudem drängen chinesische Behörden den Evergrande-Gründer und -Lenker Hui Ka Yan, mit seinem persönlichen Vermögen zu haften und zum Schuldenabbau beizutragen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg Ende Oktober unter Berufung auf informierte Kreise berichtet hatte. Mehr zum Thema: Chinas „Lehman“? Immobilienriese Evergrande lässt Börsen weiter zittern

DPA