Lebensmittelmarke Baktat steht zum Verkauf – Erben streiten um Markenrechte – Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/BT Lebensmittelhandel" Foto: BT Lebensmittelhandel

Die türkische Lebensmittelmarke Baktat steht zum Verkauf. Für einen zweistelligen Millionenbetrag wollen die Erben des Unternehmens die Marke verkaufen. Doch innerhalb der Familie Baklan gibt es Streit in Bezug auf die Markenrechte. Das berichtete die „Lebensmittel Zeitung“ vergangene Woche.

Noch vor zwei Jahren kam Baktat laut Schätzung des Unternehmensberaters Daniel Möhrke auf einen Umsatz von rund 180 Millionen Euro. Mit dem Verkauf von eingelegtem Obst und Gemüse sowie von Gewürzen und Teigwaren habe die Familie Baklan sich einen Namen auf dem deutschen Lebensmittelmarkt gemacht. Innerhalb von Jahrzehnten sei Baktat zu einer der bekanntesten Marken für türkische Lebensmittel in Deutschland geworden. Laut Marktforschungsinstituts GfK hätten mehr als zwei Drittel aller türkischen Haushalte die Marke bereits mindestens einmal gekauft. Baktat genieße inzwischen vor allem bei türkischen und arabischen Konsumenten eine hohe Glaubwürdigkeit, erklärt Daniel Möhrke. Daher werde ein zweistelliger Verkaufspreis einkalkuliert.

Familienstreit um Markenrechte

Der Verkauf der Marke Baktat werde aber mit einem Familienstreit um die Markenrechte überschattet. Nach dem Tod des Unternehmensgründers Muharrem Baklan sollen seine Brüder die Marke auf ihr Unternehmen Bak Kardeşler übertragen haben. Wegen des Streits um die Markenrechte führten die Erben seit Jahren zahlreiche Prozesse gegen den Onkel Mustafa Baklan. Am Ende soll der Onkel vor dem Bundesgerichtshof unterlegen gewesen sein, berichtet die „Lebensmittel Zeitung“. Für die unrechtmäßige Nutzung der Marke Baktat sollen die Erben einen Betrag von mindestens 4,3 Millionen Euro vor Gericht eingeklagt haben.

Nach dem Verlust der Markenrechte habe Mustafa Baklan in Deutschland eine neue türkische Marke aufgebaut: Suntat. Deshalb habe er auch kein Interesse am Kauf der Marke Baktat. Ein Re-Branding von Suntat zurück zu Baktat mache für ihn keinen Sinn, sagt sein Anwalt Carl-Richard Haarmann. Das Image der Marke Baktat habe zuletzt stark unter den Prozessen und Streitigkeiten gelitten. Laut Berater Möhrke betreibe Mustafa Baklan den Verkauf von Produkten der Marke Baktat aktuell nur testweise. Nennenswerte Umsätze würden aktuell nicht erzielt.













TRT Deutsch