Österreich, Wien: Kunden gehen durch ein Einkaufszentrum. (DPA)
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In Österreich ist die Arbeitslosigkeit im April aufgrund der Corona-Krise stark angestiegen und hat einen neuen historischen Höchststand erreicht. Die Zahl der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer stieg im Vorjahresvergleich um 58,2 Prozent auf 571.000 Menschen, teilte der Arbeitsmarktservice Österreich (AMS) am Montag mit.

„Damit waren Ende April um 210.275 Personen mehr ohne Job als im April des Vorjahres“, rechnet der AMS hoch. Die Arbeitslosenquote stieg um 5,5 Prozentpunkte auf 12,8 Prozent.

Betroffen waren alle Altersgruppen, in allen Branchen und in allen Bundesländern. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen sank um ein Drittel. Die Covid-19-Krise habe seit Mitte März zu einem „extremen Anstieg der Arbeitslosigkeit“ geführt, so der AMS. „Der Anstieg hat sich im April zwar verlangsamt, dennoch lieg die Zahl der beim AMS vorgemerkten Personen weit über dem Niveau des Vorjahres.“

In der Alpenrepublik bildet der wegen der Corona-Pandemie angeschlagene Tourismus einen der bedeutendsten Wirtschaftszweige. Um die Branche zu unterstützen, äußerte Bundeskanzler Sebastian Kurz vergangene Woche die Hoffnung auf eine Öffnung der Grenzen zwischen Österreich und Deutschland für den Sommerurlaub.


TRT Deutsch und Agenturen