USA, Washington: Claudine Gay (l), Harvard-Präsidentin, spricht während einer Anhörung des Bildungsausschusses des Repräsentantenhauses auf dem Capitol Hill, während Liz Magill, Präsidentin der University of Pennsylvania, zuhört. / Photo: DPA (dpa)
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Im Zusammenhang mit der Debatte über Antisemitismus an US-Elite-Hochschulen hat die Präsidentin der prestigeträchtigen University of Pennsylvania, Elizabeth Magill, ihren Rücktritt verkündet. Magill, die nach einer Kongressanhörung zu dem Thema in die Kritik geraten war, habe ihren Posten freiwillig aufgegeben, teilte der Vorsitzende des Verwaltungsrats der Hochschule, Scott Bok, am Samstag mit. Auch Bok selbst trat zurück, wie ein Sprecher der Universität erklärte.

Magill und die Präsidentinnen zweier weiterer Elite-Unis waren nach ihren Aussagen am Dienstag bei der Kongressanhörung zum Thema Antisemitismus heftig kritisiert worden. Sie hatten bei der Anhörung ausweichende Antworten auf die Frage der republikanischen Abgeordneten Elise Stefanik gegeben, ob Studenten, die auf dem Campus zum „Völkermord an Juden“ aufrufen, gegen die Verhaltensregeln der Unis verstoßen. Dies hänge vom Kontext ab, sagte Magill unter anderem laut einer Mitschrift auf der Website von Stefaniks Büro.

Mehr als 70 Abgeordnete forderten anschließend den Rücktritt von Magill und den Präsidentinnen der Harvard University und des Massachusetts Institute of Technology (MIT).

Antisemitische Vorfälle und Hassverbrechen gegen jüdische und muslimische Menschen haben in den USA und auch an den Universitäten des Landes seit dem Vergeltungsschlag der Widerstandsorganisation Hamas auf Israel zugenommen.

TRT Deutsch und Agenturen