Symbolbild: Bewaffnete YPG/PKK-Terroristen

Ein hochrangiges Mitglied der PKK hat zugegeben, dass die Terrororganisation in der Region Berg-Karabach für Armenien gekämpft hat. „Wir sind nach Karabach gegangen, um an der Seite armenischer Soldaten zu kämpfen. Wir werden immer mit den Armeniern sein, wann immer sie es wünschen“, sagte Layika Gültekin laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Anadolu am Samstag.

Gültekin vertritt demnach die Frauenabteilung der PKK und hatte zuvor einem der Organisation nahen Medienorgan ein Interview gegeben, wo sie über gemeinsame Kampfhandlungen gegen Aserbaidschan berichtete.

Nach Angaben türkischer Sicherheitsbeamter will die Terrorgruppe im Gegenzug Armeniens Gunst für ihre eigene Präsenz im Nordirak gewinnen.

Armenien hatte etwa 300 YPG/PKK-Terroristen aus dem Nahen Osten in die Konfliktregion Berg-Karabach gebracht, um armenische Milizen auszubilden, wie die Nachrichtenagentur Anadolu im September berichtete.

In ihrer mehr als 30-jährigen Terrorkampagne gegen die Türkei ist die PKK für den Tod von fast 40.000 Menschen verantwortlich – darunter Frauen und Kinder. Die PKK wird in den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft.

Karabach-Konflikt

Die Beziehungen zwischen den ehemaligen Sowjetrepubliken Aserbaidschan und Armenien sind seit 1991 angespannt. Das armenische Militär hatte die Region Berg-Karabach, die international als Teil Aserbaidschans anerkannt wird, und sieben angrenzende Regionen militärisch besetzt.

Neue Zusammenstöße zwischen den beiden Ländern waren am 27. September ausgebrochen, als die armenische Armee neue Angriffe startete und dabei auch Zivilisten traf.

Während der 44 Tage andauernden Gefechte hat Aserbaidschan mehrere Städte und fast 300 Siedlungen von der armenischen Besetzung befreit.

Am 10. November unterzeichneten beide Länder ein von Russland vermitteltes Abkommen zur Beendigung der Kämpfe.

TRT Deutsch