Archivbild: Roger Waters bei einer Demonstration (AA)

Nach der brutalen Zwangsräumung von Palästinensern im Viertel Scheich Dscharrah im besetzten Ostjerusalem hat der weltberühmte Pink Floyd-Sänger Roger Waters Israel heftig kritisiert. Am Freitag veröffentlichte er ein Video auf seinem Twitter-Account, worin er das Land als einen „Apartheid-Staat“ bezeichnet.

Die gewaltsame Umsiedlung der Palästinenser aus ihren Häusern ist laut Waters eine „Räumung, die einem Völkermord gleicht“. Dabei richtete der Sänger seine Kritik auch an den US-Präsidenten Joe Biden, der Israel trotz dieser Vorfälle unterstütze. Auf ironische Art fragt er im Video Biden, wie dieser selber im Falle einer ähnlichen Zwangsräumung aus seinem Haus reagieren würde.

Auch wegen eines mangelnden Mitgefühls gegenüber Palästinensern zeigte sich der Sänger erzürnt. „Ich dachte, wir hätten etwas gegen Apartheid“, sagte er. „Wir hatten etwas gegen Apartheid, als es um Südafrika ging. Aber wieso haben wir nichts dagegen, wenn es um Israel geht?“

Um auf das israelische Vorgehen gegen Palästinenser international aufmerksam zu machen, appellierte Waters auch an die FIFA und UEFA: Die Fußballorganisationen sollen Israel fortan nicht mehr an Turnieren teilnehmen lassen.

TRT Deutsch