Kämpfe in Berg-Karabach: Aserbaidschan verkündet Eroberung von Schuscha – Wachposten bei Schuscha (AFP)

In der umkämpften Südkaukasusregion Berg-Karabach hat Aserbaidschan nach Angaben von Präsident Ilham Aliyew die strategisch wichtige Stadt Schuscha eingenommen. „Mit einem großen Gefühl des Stolzes teilte ich mit, dass die Stadt Schuscha von der armenischen Okkupation befreit ist“, sagte Aliyew am Sonntag in einer Rede.

Schuscha gilt als Schlüsselstadt. Die Behörden in Berg-Karabach hatten selbst mitgeteilt, dass ihr Verlust am Ende auch eine Niederlage im Kampf um die ganze Region bedeute. „Schuscha gehört uns! Karabach gehört uns!“, sagte Aliyew Medien in Baku zufolge. Aus Armenien gab es zunächst keine Bestätigung für den Verlust der Stadt. „In Schuschi gehen die Kämpfe weiter. Warten Sie und glauben Sie an unsere Streitkräfte“, teilte der Sprecher des armenischen Verteidigungsministeriums, Arzrun Owannissijan, in Eriwan mit. Am Sonntagmorgen war von intensiven Kämpfen berichtet worden. Schuscha liegt etwa zehn Kilometer von Xankəndi, dem Zentrum von Berg-Karabach, entfernt. Aliyew kündigte an, bis zum Ende zu gehen. Die seit 1991 völkerrechtswidrig durch Armenien besetzte Region Berg-Karabach gilt als international anerkanntes Staatsterritorium Aserbaidschans.

DPA