Israel plant offenbar, die Genehmigung für weitere illegale Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten zu erteilen. (AA)
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Israel will offenbar Tausende jüdische Siedlungseinheiten im besetzten Westjordanland und in Ostjerusalem noch vor der Amtseinführung des designierten US-Präsidenten Joe Biden im Januar genehmigen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag in Berufung auf lokale Medien.

Demnach hat „Kan 11“, ein öffentlicher Sender der israelischen Rundfunkgesellschaft, berichtet, dass ein zuständiges Gremium in den kommenden zwei Wochen zusammenkommen werde, um den Bau von Tausenden jüdischen Siedlungseinheiten in den besetzten Gebieten offiziell zu genehmigen.

Laut dem Sender sollen die Baupläne bereits fertig sein, bedürften aber noch der Genehmigung durch den Rat. Die israelischen Behörden zielten darauf ab, den Bau noch vor Joe Bidens Amtsantritt im Januar abzusegnen.

Der israelischen NGO „Peace Now“ zufolge haben sich die israelischen Siedlungsaktivitäten in den besetzten palästinensischen Gebieten in den letzten vier Jahren während der Amtszeit des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump verdoppelt.

Nach internationalem Recht gelten sowohl das Westjordanland als auch Ostjerusalem als besetzte Gebiete und somit alle israelischen Siedlungsaktivitäten dort als illegal.

TRT Deutsch