Bundesregierung verzehnfacht Rüstungsexporte nach Israel / Photo: DPA (dpa)
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Menschenrechts- und Hilfsorganisationen wie Amnesty International, Oxfam und Save the Children haben ein Ende der Waffenlieferungen an Israel gefordert. In einem Aufruf an alle UN-Mitgliedstaaten riefen sie am Mittwoch dazu auf, auch die Lieferung von Waffenteilen und Munition einzustellen, „um die Krise im Gazastreifen nicht weiter anzuheizen und die Fortsetzung der humanitären Katastrophe sowie den Verlust weiterer ziviler Menschenleben zu verhindern“.

„Israels Bombardierung und Belagerung berauben die Zivilbevölkerung ihrer Lebensgrundlagen und machen den Gazastreifen unbewohnbar“, erklärten die Organisationen. Die Zivilbevölkerung im Gazastreifen sei „mit einer humanitären Krise in einem nicht dagewesenen Ausmaß und Schweregrad konfrontiert“.

Die Organisationen fordern daher, die Waffenlieferung an Israel „unverzüglich einzustellen, solange das Risiko besteht, dass sie eingesetzt werden, um schwere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht oder die Menschenrechte zu begehen oder solche zu erleichtern“.

Israelischer Angriff auf Gaza (AA)

Vernichtungskrieg in Gaza fordert über 25.000 Todesopfer

Israel hatte nach dem 7. Oktober die Versorgung des Gazastreifens mit Wasser, Lebensmitteln, Treibstoff und Strom gestoppt und zugleich massive Luftangriffe gestartet. Anschließend drangen Bodentruppen in den dicht besiedelten Küstenstreifen ein. Humanitäre Hilfslieferungen werden von Israel seitdem behindert. Mehr als eine Million Menschen wurden gezwungen, in den Süden zu flüchten. UN-Organisationen bezeichnen die humanitäre Lage vor Ort als katastrophal.

Nach palästinensischen Angaben wurden in Gaza seit dem 7. Oktober mehr als 25.000 Menschen durch die Angriffe Israels getötet. Die Zahl könnte weit höher sein, da noch viele Tote unter den Trümmern liegen und nicht geborgen werden können.

TRT Deutsch und Agenturen