Das Forscherpaar Prof. Dr. Uğur Şahin und Dr. Özlem Türeci

Der türkische Präsident der 75. Generalversammlung der Vereinten Nationen, Volkan Bozkır, hat das Gründerpaar des in Deutschland ansässigen Biotechnologie-Unternehmens Biontech zu einer Sondersitzung eingeladen. Die beiden türkischstämmigen Wissenschaftler, die einen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt haben, werden eine Rede über ihre Forschungsarbeiten halten.

Dazu erklärte Bozkır am Montag auf dem Micro-Bloggingdienst Twitter: „Es ist mir ein Vergnügen, Prof. Dr. Uğur Şahin und Dr. Özlem Türeci, ein Wissenschaftlerpaar, das einen Covid-19-Impfstoff entwickelt hat, zu treffen. Sie haben meine Einladung angenommen, an der UN-Sondersitzung zu Covid-19 am 3. und 4. Dezember als Redner teilzunehmen. Wir hatten bereits eine aufschlussreiche Diskussion über den Weg zurück zur Normalität“. Der UN-Vertreter postete ein Bild seines Videoanrufs mit den beiden Forschern.

EU-Kommission billigt 300 Millionen Impfdosen

Biontech-Vorstandschef und Mitgründer Prof. Dr. Uğur Şahin rechnet in der Corona-Krise erst zum Winter 2021 mit einer Rückkehr zum normalen Leben. „Absolut essenziell“, um dieses Ziel zu erreichen, sei eine hohe Impfquote gegen das Coronavirus bis zum Herbst, sagte Şahin am Sonntag in einem BBC-Interview. „Ich bin zuversichtlich, dass dies geschehen wird.“ Mit Blick auf die jetzige kalte Jahreszeit fügte er hinzu: „Dieser Winter wird hart.“

Am Mittwoch hatte die EU-Kommission formal einen Rahmenvertrag mit den Firmen Biontech und Pfizer über bis zu 300 Millionen Impfdosen gebilligt. Auch mit den Impfstoffentwicklern Johnson&Johnson, Astrazeneca und Sanofi-GSK gibt es bereits ähnliche Verträge über insgesamt bis zu 800 Millionen Dosen. Mit zwei weiteren Firmen sei man im Gespräch, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Eine Zulassung für einen Impfstoff gegen das Coronavirus hat bisher noch keiner der Hersteller.

TRT Deutsch und Agenturen