Die Türkei hat bis April dieses Jahres insgesamt 3,645 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus Aserbaidschan importiert, davon allein 916 Millionen Kubikmeter im April. Das teilte die türkische Energiemarktaufsichtsbehörde (EMRA) mit. Vorgesehen waren für den türkischen Markt jährlich sechs Milliarden Kubikmeter Gas. Die Menge wurde bereits 2019 übertroffen und wird dieses Jahr voraussichtlich ein neues Rekordhoch erreichen.

2019 hatte die Türkei insgesamt 9,593 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus Aserbaidschan bezogen, berichtet „Azertag“am Montag.

Geliefert wird das Gas über die Transanatolische Erdgaspipeline (TANAP), die von Aserbaidschan aus über die Türkei nach Europa verläuft. Die insgesamt 1850 Kilometer lange Transanatolische Erdgaspipeline durchquert die Türkei von der Ostgrenze bis zum europäischen Teil des Landes.

Bis zu 16 Kubikmeter Gas pro Jahr könnten so transportiert werden. Die Kapazität ist erweiterbar auf 31 Kubikmeter. Die Türkei ist zu 30 Prozent an der TANAP beteiligt, die britische BP zu zwölf Prozent.

An die TANAP soll sich die Transadria-Pipeline (TAP) anschließen und Europa ebenfalls mit Gas beliefern. Bereits im Jahr 2020 soll die TAP-Pipeline in Betrieb genommen werden. Anhand des Projekts soll die Abhängigkeit vom russischen Gas minimiert werden. Europa soll dadurch zehn Milliarden Kubikmeter aserbaidschanisches Gas erhalten.






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