Archivbild. 30. November 2016, Frankfurt/Main: Ein Lufthansa-Pilot trägt bei einer Kundgebung der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit einen Button mit der Aufschrift „Streik“ auf seiner Uniform. Nachdem das Bodenpersonal die Lufthansa einen ganzen Tag lahmgelegt hat, rüsten sich nun die Piloten für einen Arbeitskampf. (dpa)
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Bei der Lufthansa ist ein Streik der Piloten ein weiteres Stück näher gerückt. In einer Urabstimmung haben sich die stimmberechtigten Mitglieder der Vereinigung Cockpit mit einer sehr deutlichen Mehrheit für einen Arbeitskampf ausgesprochen. Das berichtete die Gewerkschaft am Sonntag nach Auszählung der Stimmen. Damit ist ein Streik der rund 5000 Piloten bei der Kernmarke Lufthansa zwar ab sofort möglich, wurde aber zunächst nicht beim Vorstand beantragt. Bereits vor der Auszählung hatte der VC-Tarifexperte Marcel Gröls erklärt, dass es sich zunächst um ein „Warnsignal“ an den Lufthansa-Vorstand handele. Vom Management erwarte man nun „gute Angebote“. Zustimmung nur knapp unter 100 Prozent Bei der Lufthansa Passage stimmten 97,6 Prozent der Teilnehmer für einen Streik. Bei der Frachttochter Cargo war die Zustimmung mit 99,3 Prozent noch höher. Erst am Mittwoch hatte die Gewerkschaft Verdi mit einem Warnstreik des Bodenpersonals den Flugbetrieb der größten deutschen Airline nahezu lahmgelegt. Es fielen über 1000 Flüge aus und rund 134 000 Passagiere mussten ihre Flugpläne ändern. Mehr zum Thema: Nach Streik-Chaos: Wissing fordert rasche Einigung im Tarifstreit

dpa