Symbolbild: Richterhammer

Ein mutmaßlicher Funktionär der verbotenen PKK muss sich ab August wegen des Vorwurfs der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vor Gericht verantworten. Dem 46-jährigen Mann mit türkischer Staatsbürgerschaft wird unter anderem vorgeworfen, Geld für terroristische Zwecke beschafft zu haben. Das teilte das Oberlandesgericht (OLG) Celle am Donnerstag mit.
Das Staatsschutzverfahren vor dem 4. Strafsenat des OLG im niedersächsischen Celle soll am 21. August beginnen.
Laut Anklage soll der Mann von 2010 bis 2013 Gebietsleiter der PKK in Salzgitter (Niedersachsen) und Kassel (Hessen) gewesen sein. Dort soll er Geld aufgetrieben haben, das zum Teil für den bewaffneten Kampf der PKK verwendet worden sein soll. Der Angeklagte ist nach Gerichtsangaben nicht in Haft.
Der Verfassungsschutz beobachtet Unterstützer der terroristischen PKK seit langem. Pro Jahr sammelt die Organisation in Deutschland mehrere Millionen Euro Spendengelder ein. Das Geld wird für den bewaffneten Kampf, die Rekrutierung und die Waffenbeschaffung missbraucht. In Deutschland hat die PKK nach Angaben des Verfassungsschutzes rund 14.500 Anhänger.
In ihrer mehr als 30-jährigen Terrorkampagne gegen die Türkei ist die PKK - die von der Türkei, den USA und der Europäischen Union als terroristische Organisation gelistet wird - für den Tod von mehr als 40.000 Menschen, darunter Frauen und Kinder, verantwortlich.


TRT Deutsch und Agenturen