Der SETA-Sitz in Istanbul

Wie geht es nach Angela Merkel mit der CDU und der Bundespolitik weiter und was bedeutet die Wahl von Armin Laschet für die Union? Um eine Antwort auf diese und weitere Fragen zu finden, hat die Stiftung für politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Forschung (SETA) ein Online-Panel veranstaltet. Die Diskussion fand am Donnerstag unter dem Titel „Die deutsche Politik nach Bundeskanzlerin Merkel“ statt.

Gesprächsteilnehmer waren Cüneyt Karadağ von der Nachrichtenagentur Anadolu, Sibel Karkuş von TRT World und SETA-Berlin-Koordinator Zafer Meşe.

Zunächst wurde die CDU-Vorsitzendenwahl und der Sieg von Laschet von den Teilnehmern bewertet. Anschließend sprachen die Teilnehmer über mögliche Entwicklungen in der deutschen Politik.

Im Mittelpunkt standen auch die Frage nach dem künftigen Kanzlerkandidaten der Union sowie die Beziehungen zwischen Bundeskanzlerin Merkel und dem gescheiterten Merz.

Die knapp zweistündige Veranstaltung wurde live im Internet übertragen. Die Zuschauer bekamen dabei die Möglichkeit, Fragen an die Diskussionsteilnehmer zu stellen. Die Aufzeichnung des Panels kann auf der Webseite von SETA und den dazugehörigen Social-Media-Plattformen angesehen werden.

SETA ist ein gemeinnütziger Think Tank mit Hauptsitz in Ankara, der nach eigenen Angaben unabhängig und überparteilich arbeitet. Sie verfügt über Vertretungen in Istanbul, Washington, Kairo und Berlin. Die Denkfabrik betreibt Studien und veröffentlicht Daten sowie Publikationen zu regionalen, nationalen und internationalen Themen in den jeweiligen Landessprachen. Mit „Insight Turkey“, „Kriter“ und „Rouya Turkiyyah“ gibt SETA regelmäßig drei Zeitschriften in Englisch, Türkisch und Arabisch heraus. Der Forschungsschwerpunkt liegt auf gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Themen. Dabei verfolgt die Stiftung einen interdisziplinären Ansatz.

Als forschende und politikfördernde Institution versucht die Stiftung laut Erklärung ein Forum für den internationalen Dialog zu sein. Sie lädt hierzu politische Entscheidungsträger, Akademiker und Journalisten regelmäßig zu Panels, Konferenzen und Workshops ein.

Bekannte Teilnehmer bei den Veranstaltungen von SETA Berlin waren in jüngster Zeit neben türkischen Ministern etwa der Politikberater Christian Hanelt (Bertelsmann Stiftung), der Journalist Rainer Hermann (Frankfurter Allgemeine Zeitung) und die Analystin Claudia Gazzini (International Crisis Group).

Zu den jüngsten Publikationen von SETA gehören Berichte und Analysen über die Maßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie in Deutschland, die deutsche Außenpolitik im Lichte der Libyen-Konferenz in Berlin, die letzte Etappe der Merkel-Ära, die Inobhutnahme türkischstämmiger Kinder durch das deutsche Jugendamt und der Weg zu einem dauerhaften Waffenstillstand in Libyen.

TRT Deutsch