Symbolbild: Das Logo von Infineon ist auf einem Chip auf der Platine eines Mikrocontroller-Kits zu sehen.

Die akuten Engpässe bei wichtigen Halbleiter-Produkten wie Elektronik-Chips und Sensoren alarmieren die deutsche Autoindustrie zunehmend. Inzwischen liefen Beratungen mit der Politik darüber, wie sich die Lage entschärfen lassen könnte, erklärte derVerband der Automobilindustrie (VDA)in Berlin. „Global wird intensiv daran gearbeitet, die Versorgung mit Halbleitern – insbesondere auf der Ebene der Chip-Hersteller – sicherzustellen“, hieß es. „Der VDA ist hierzu auch mit der Bundesregierung in Kontakt.“

Aufgrund von Lieferengpässen bei Halbleiterbauteilen und der gesunkenen Nachfrage während der Corona-Pandemie sind zuletzt bereits bei Herstellern und Zulieferern wie Volkswagen, Daimler oder Audi etliche Schichten ausgefallen. Der Autobauer Ford hat die Produktion in seinem Werk in Saarlouis vom 18. Januar bis 19. Februar 2021 sogar ganz angehalten. Weiterverarbeiter von Halbleiter-Material und Autozulieferer wie Hella oder Continental sprachen ebenso von Engpässen. Auch einige andere Wirtschaftszweige haben Probleme. Deshalb gibt es vorübergehend wieder mehr Kurzarbeit in der Automobilbranche.

„Aufgrund unterschiedlicher Einflüsse ist die weltweite Nachfrage nach bestimmten Halbleiter-Bauteilen derzeit höher als das Angebot“, hieß es vom VDA. „Von dieser Verknappung sind auch die weltweite Automobilindustrie und Elektronik-Lieferanten betroffen.“

Als eine Ursache gilt die angespannte Situation bei einigen zentralen Zulieferern, auch in Asien. Die aktuelle Nachfragespitze bei Halbleitern kommt für einige Chip-Produzenten überraschend – das Autogeschäft zieht wieder früher an als erwartet, während andere Branchen wie Unterhaltungselektronik oder Medizintechnik ebenfalls versorgt werden wollen. Hinzu kommen unterausgelastete Kapazitäten beim Rohstoff Silizium im wichtigen Erzeugerland China.

TRT Deutsch und Agenturen