Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan bei der Wiedereröffnung der Bascarsija-Moschee in Sarajevo am 27. August 2021. (Others)

Am vergangenen Freitag fand in Sarajevo die offizielle Eröffnungszeremonie für die Bascarsija-Moschee statt. Zuvor war das fast 500 Jahre alte Bauwerk, das ein Erbe aus der osmanischen Ära darstellt, in den Jahren 2017 bis 2020 restauriert worden.

Sarajevo, ein bedeutendes kulturelles und historisches Zentrum auf dem Balkan, ist für seine religiöse Vielfalt bekannt. Die Stadt ist seit dem Osmanischen Reich Heimat mehrerer Religionen, darunter auch des Islam. Im Herzen der Stadt befindet sich Bascarsija, ein farbenfrohes Viertel mit Moscheen, Kirchen, Synagogen und vielem mehr, das in besonderer Weise die Vielfalt Sarajevos symbolisiert. Eine dieser Moscheen ist die historische Bascarsija-Moschee, ein nationales Denkmal in Bosnien und Herzegowina.

In fast 500 Jahren Brand und Kriege überstanden

Die Bascarsija-Moschee wurde 1527 unter der Herrschaft von Suleiman dem Prächtigen erbaut und verfügt über eine Hauptkuppel und ein 35 Meter langes Steinminarett. Ihr Eingang ist durch einen Säulenhof mit drei Bögen und Kuppeln gekennzeichnet. Die herausragendsten Merkmale der Moschee sind ihre Akustik und die handgezeichneten Details, die ihr Inneres schmücken.

Die Moschee musste in der Vergangenheit bereits mehrfach restauriert werden. Zum ersten Mal schwer beschädigt wurde das Bauwerk 1697 durch einen Brand. Die handgemalten Details der Moschee wurden 1762 von Mehmed Pascha Muhsinovic erneuert. Von 1866 bis 1867 wurden ebenfalls Restaurierungsarbeiten durchgeführt. Während des Bosnienkriegs von 1992 bis 1995 wurde die Moschee erneut beschädigt.

Bascarsija-Moschee eines von mehreren türkisch-bosnischen Projekten

Die jüngste und umfassendste Restaurierung der Bascarsija-Moschee wurde von der türkischen Generaldirektion für Stiftungen in Zusammenarbeit mit der Waqf-Direktion der Islamischen Union von Bosnien und Herzegowina in Sarajevo durchgeführt.

Die Wiederinstandsetzung der Bascarsija-Moschee ist Teil einer Reihe von Projekten, welche die türkische Generaldirektion für Stiftungen in Angriff genommen hat und die der Restauration von Bauwerken aus der osmanischen Zeit in Bosnien gewidmet ist. Diese Kooperation zwischen der Türkei und Bosnien-Herzegowina dient dem Schutz des gemeinsamen kulturellen Erbes und der Stärkung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern.

Zeremonie sollte schon im März 2020 stattfinden

Die jüngste Restaurierung der Moschee hatte drei Jahre in Anspruch genommen, von 2017 bis 2020. Obwohl die Moschee bereits im vergangenen Jahr ihre Pforten für den Gottesdienst geöffnet hatte, wurde die ursprünglich für den Miradsch-Jahrestag 2020 (21. März) vorgesehene Eröffnungszeremonie aufgrund von Vorsichtsmaßnahmen hinsichtlich des Coronavirus verschoben.

Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan erschien, um im Rahmen seines Besuchs in Bosnien-Herzegowina nach dem Freitagsgebet in der Bascarsija-Moschee in Sarajevo die offizielle Eröffnungszeremonie durchzuführen.

TRT Deutsch