Symbolbild: Entwurf für ein Modell des geplanten elektronischen Impfpasses. (Getty Images)

Zwei Angehörige der rechtsextremen Szene sollen in Österreich Corona-Impfpässe und Testbestätigungen gefälscht haben. Dies berichtet das Nachrichtenportal „oe24“. Dem Bericht zufolge soll, wie die Polizei am Montag verkündete, ein 56-jähriger Verdächtiger im Bezirk Bruck an der Leitha verhaftet worden sein. Sein 54-jähriger mutmaßlicher Komplize aus dem Bezirk Neusiedl am See wurde nach einer teilweise geständigen Einlassung auf freiem Fuß angezeigt.

Bereits im April hätten die Behörden eine Wohnung durchsucht, die dem beschäftigungslosen und mehrfach vorbestraften 56-Jährigen und dessen mutmaßlichem Mitwisser zugeordnet werden konnte. Diese soll der in Haft befindliche Verdächtige mithilfe eines gefälschten Polizeiausweises angemietet haben.

In der Wohnung stieß die Polizei auf ein breites Spektrum verbotener Gegenstände. Diese reichten von Utensilien zur Herstellung von Drogen über gefälschte Polizeiausweise und Meldezettel, Schuss-, Schlag- und Stichwaffen bis hin zu illegalen Potenzmitteln. Außerdem stellten die Beamten Nazi-Devotionalien sicher.

Die beiden Verdächtigen, so oe24, sollen mithilfe gefälschter Stempel, die auf die Stadt Wien und den Namen eines Arztes lauteten, Covid-19-Impfpässe angefertigt, verkauft und vorrätig gehalten haben. Auf Datenträgern wurden auch dazugehörige Vorlagen gefunden. Mehrfach soll zumindest der 56-jährige mutmaßliche Haupttäter auch bereits Testbestätigungen und Impfaufkleber gefälscht haben.

Die Auswertung der sichergestellten Daten sei noch nicht abgeschlossen. Es seien insbesondere noch „umfangreiche Abklärungen zum Bezug zur rechtsextremen Szene“ mit dem niederösterreichischen Landesamt für Verfassungsschutz notwendig. Zudem will man den bisherigen Abnehmern der falschen Atteste auf die Spur kommen.

TRT Deutsch