Griechenland hat das Einreiseverbot für 14 Länder aufgehoben – die Türkei ist nicht darunter. Die griechische Tourismusbranche beklagt das Fehlen von Reisenden aus der Türkei. Darüber berichtete die türkische Tageszeitung Hürriyet am Samstag.

Im vergangenen Jahr hatten Urlauber aus der Türkei für Einnahmen in Höhe von 330 Millionen Euro gesorgt. Viele Ladenbesitzer in Griechenland vermissen laut Bericht die Anwesenheit von kaufkräftigen Kunden. Immerhin gebe ein Türke im Schnitt 82 Euro aus - mehr als sieben Europäer zusammen.

Besonders auf den ägäischen Inseln hätten die Geschäftsinhaber das Wegbleiben der türkischen Touristen schmerzlich zu spüren bekommen. Die wenigen Touristen aus Europa könnten das nicht ausgleichen.

So klagt ein Besitzer von elf Läden über den Stillstand des Tourismus auf der Insel. Alle seine Geschäfte seien dicht. Überall seien die Bars, Hotels und Geschäft geschlossen – an den Stränden seien weit und breit keine Touristen zu sehen.

Der Restaurantbesitzer Dimitri Karapanos beklagt die Stille auf der Insel Rodos. Er erzählt: „Türkische Touristen gaben das dreifache an Geld aus als deutsche Touristen. (…) Sie aßen in Fischrestaurants frischen Fisch. (…) Nicht so wie die deutschen Touristen, die ihren Magen mit Salat füllten. Türkische Touristen sind sehr nette und liebevolle Menschen.“

2019 kamen insgesamt 33 Millionen Touristen nach Griechenland, davon zwei Millionen aus der Türkei. Sie sorgten für Einnahmen in Höhe von 19 Milliarden Euro.

Die griechische Tourismusbranche hofft, dass das Einreiseverbot für die Türkei am 15. Juli aufgehoben wird.









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