Die französische Fahne (Symbolbild) (AA)

In Frankreich ist erneut eine Moschee mutmaßlich von Rassisten angegriffen worden. Dabei wurde das islamische Gotteshaus in Talence mit „rassistischen, hasserfüllten und islamophoben“ Sprüchen beschmiert, wie die muslimische Gemeinde der Stadt am Mittwoch auf ihrer Facebook-Seite bekanntgab.

Auf den Wänden der Moschee waren islamophobe und rassistische Parolen wie „Immigration tötet“ oder „Stoppt eure Moscheen“ zu lesen.

Mohamed Boultam, der Präsident der Moscheegemeinde, kritisierte den Vorfall: „Diese Inschriften und diese Zeichnungen auf einem Ort der Anbetung zu sehen, ist sehr schwer zu ertragen.“ Vor allem, weil dort Familien und Kinder vorbeigingen, seien derartige Angriffe „inakzeptabel“. Boultam zufolge wurde die Polizei für weitere Ermittlungen kontaktiert. Die muslimische Gemeinde müsse diesem „Akt der Provokation“ gegenüber jedoch ruhig bleiben, so Boultam.

Auch der Lokalpolitiker Emmanuel Sallaberry ging mit dem offenbar islamophoben Angriff hart ins Gericht. „Ich verurteile diese Tat, die gegen die Grundfreiheiten und die Werte unserer Republik verstößt, aufs Schärfste“, hielt er auf seiner Facebook-Seite fest.

Der Anschlag auf die Moschee in Talence ist nur der jüngste islamophobe Vorfall in Frankreich. In letzter Zeit hatten sich derartige Anschläge gehäuft. So war es erst vor kurzem in Nantes zu einem Brandanschlag auf eine Moschee gekommen. Zudem waren islamfeindliche Schmierereien an den Wänden eines islamischen Kulturzentrums entdeckt worden. Aufgrund der steigenden Anzahl an islamophoben Vorfällen solidarisierte sich Anfang der Woche auch die französische Bischofskonferenz mit der muslimischen Gemeinde im Land.

TRT Deutsch