Symbolbild. Eine algerische Flagge weht im Wind. (AA)

Algerien hat dem öffentlich-rechtlichen französischen Sender „France 24“ wegen dessen, wie es aus Algier hieß, „feindseliger“ Haltung gegenüber dem Land die Betriebserlaubnis entzogen. Das teilte das algerische Kommunikationsministerium am Sonntag mit. „France 24“ habe „klare und wiederholte Feindseligkeit“ gegenüber dem nordafrikanischen Land gezeigt, sagte der Kommunikationsminister und Regierungssprecher, Ammar Belhimer.

Der Sender war bereits zuvor am 13. März von den Behörden wegen seiner Berichterstattung über die „Freitagsmärsche“ der langjährigen Anti-Regierungs-Protestbewegung Hirak abgemahnt worden. Der Sender habe eine „eklatante Voreingenommenheit“ bei der Berichterstattung über die Proteste an den Tag gelegt, hieß es in der Begründung.

Belhimer gab gegenüber der offiziellen algerischen Nachrichtenagentur APS an, dass France 24 journalistische Regeln und Ethik nicht respektiere und „Desinformation und Manipulation zusätzlich zur bestätigten Feindseligkeit gegen Algerien“ verbreite.

In den vergangenen Monaten hat Belhimer die französischen Medien wiederholt der Feindseligkeit und Einmischung in die inneren Angelegenheiten Algeriens beschuldigt.

In einer Erklärung am Sonntag sagte France 24, der Sender sei „überrascht“, dass es keine Erklärung vor den Schritt erhalten habe. Die französische Regierung, deren Beziehungen zu Algier angespannt sind, gab bisher keinen Kommentar zu der Angelegenheit ab.

TRT Deutsch