Archivbild - 19.11.2021, Nordrhein-Westfalen, Köln: Polizisten vor der DITIB-Moschee in Köln. / Foto: DPA (dpa)
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Der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, hat sich für ein Betätigungsverbot für ausländische Imame ausgesprochen. Israel habe „ein Problem mit einigen Imamen aus dem Ausland“, die in Deutschland tätig seien, sagte Prosor den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstag).

Die Imame kämen mit einer Ideologie, „mit der sie Deutschland und Europa verändern wollen“, behauptete Prosor. Deshalb müssten die Moscheen „besser überwacht werden“. Am liebsten wäre es dem israelischen Botschafter, Deutschland würde die Imame für die Muslime in Deutschland selbst bestimmen - „und ausländischen Imamen ein Betätigungsverbot erteilen“.

Mit Blick auf die vereinzelten antisemitischen Vorfälle bei Kundgebungen gegen israelische Angriffe auf palästinensische Zivilisten forderte Prosor zudem eine Einschränkung der Meinungsfreiheit in Deutschland: „Deutschland sollte das Gesetz ändern - und die Meinungsfreiheit enger fassen“. Friedliche Demonstrationen müssten möglich sein. „Hetze gegen Juden“ müsse aber genauso bestraft werden wie gegen Israel, so der Botschafter.

TRT Deutsch und Agenturen