Symbolbild: Ein Bild des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke.  (DPA)


Gut zwei Jahre nach dem Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke ist am Sonntag erstmals der nach ihm benannte Preis vergeben worden. Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) überreichte den Walter-Lübcke-Demokratie-Preis am Sonntag in Wiesbaden an die ZDF-Journalistin Dunja Hayali, den Hanauer Opferbeauftragten Robert Erkan sowie das Mobile Beratungsteam gegen Rechtsextremismus und Rassismus. An dem Festakt nahm auch die Familie des am 1. Juni 2019 auf der Terrasse seines Hauses im nordhessischen Wolfhagen ermordeten Lübcke teil.

Wegen der Pandemie wurde die ursprünglich schon im Jahr 2020 vorgesehene Übergabe der Preise um ein Jahr verschoben. Sowohl Bouffier als auch der Sohn des Ermordeten, Christoph Lübcke, und die Preisträger mahnten, die Auszeichnung solle an das vorbildliche Engagement des Kasseler Regierungspräsidenten erinnern. Zugleich sei sie ein Auftrag, jederzeit und überall gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Ausgrenzung einzutreten. Der frühere CDU-Landtagsabgeordnete Lübcke war von dem Rechtsextremisten Stephan Ernst aus Hass wegen seines Einsatzes für die Aufnahme von Flüchtlingen in Nordhessen erschossen worden. Ehrung für ehrenamtliches Engagement

Für das vor allem in Nord- und Osthessen aktive Beratungsteam gegen Rechtsextremismus nahm Christopher Vogel die Auszeichnung entgegen. Robert Erkan erhielt den Walter-Lübcke-Preis für seine Hilfe für die Angehörigen und Freunde der im Februar 2020 von einem Rassisten in Hanau ermordeten neun Menschen. Die Journalistin Dunja Hayali erhielt den Preis laut Bouffier für ihren Mut, ihre Entschlossenheit, ihr Eintreten für Respekt sowie ihr ehrenamtliches Engagement.

epd