Wegen eisiger Temperaturen gibt es in Berlin in den kommenden Tagen zusätzliche Übernachtungsplätze für obdachlose Menschen. Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) kündigte am Freitag an, die Zahl der Plätze in den Notübernachtungen an diesem Wochenende kurzfristig um mehr als 100 auf 1.256 Betten zu erhöhen. Dies erfolge durch Erweiterungen bei bestehenden Nachtcafés sowie durch die Eröffnung weiterer Standorte.
Zugleich rief Kiziltepe dazu auf, auf hilfsbedürftige Menschen in der Kälte zu achten. In den kommenden Nächten werden in der Hauptstadt zweistellige Minusgrade erwartet.
Die Berliner Stadtmission kündigte an, ab Freitagabend im Zentrum am Zoo ein Nachtcafé zu öffnen. Zunächst bis Montagfrüh sollen Gäste dort zwischen 21.30 Uhr und 8 Uhr einen Ort der Ruhe, Sicherheit und Wärme finden. Das temporäre Nachtcafé geht auf die Initiative der Mitarbeitenden der Stadtmission vor Ort zurück und wird über Spenden für die Kältehilfe finanziert.
Bibliotheken als Ort der Wärme
Auch die Türen der öffentlichen Bibliotheken Berlins bleiben während der Öffnungszeiten als wärmende Orte für alle geöffnet, teilte der Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins am Freitag mit. Als offene, konsumfreie und warme Orte böten sie auch ohne Bibliotheksausweis die Möglichkeit, sich aufzuwärmen und die Angebote zu nutzen.
















