Wahlumfrage: BSW unter drei Prozent – AfD zweitstärkste Kraft
Das Bündnis Sahra Wagenknecht würde laut einer Forsa-Umfrage bei einer Bundestagswahl an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Die Union liegt demnach gleichauf mit den Ampel-Parteien. Die AfD wäre mit 22 Prozent zweitstärkste Kraft.
Das neu gegründete Bündnis Sahra Wagenknecht erhält laut einer Forsa-Umfrage derzeit weniger als drei Prozent Zustimmung. / Foto: DPA (DPA)

Das neu gegründete Bündnis Sahra Wagenknecht erhält laut einer Forsa-Umfrage derzeit weniger als drei Prozent Zustimmung. Wenn an diesem Sonntag Bundestagswahl wäre, würde das BSW damit an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten RTL/ntv-Trendbarometer hervorgeht.

Die Union liegt demnach in der Gunst der 2504 befragten Wähler gleichauf mit den Koalitionsparteien. CDU/CSU kämen derzeit auf 31 Prozent. Die Grünen erreichten 14 Prozent, die SPD erhielte 13, die FDP bliebe mit 4 Prozent ebenfalls unter der Fünf-Prozent-Marke - zusammengerechnet wären es für die Ampel ebenfalls 31 Prozent. Bei der Bundestagswahl 2021 gewann die SPD noch mit 25,7 Prozent der Stimmen. In den vergangenen Monaten haben die Sozialdemokraten immer mehr an Zustimmung verloren.

Die AfD ist demnach mit 22 Prozent die zweitstärkste Kraft. Die Linke kommt laut Umfrage auf 4 Prozent, die Freien Wähler erreichen 3 Prozent.

Die Zahlen decken sich größtenteils mit den Ergebnissen der Forschungsgruppe Wahlen zur Sonntagsfrage vom 12. Januar. Eine Insa-Umfrage vom 15. Januar weicht je Partei nur maximal zwei Prozentpunkte ab. Die Daten zur Wählerentscheidung wurden zwischen dem 9. und 15. Januar gesammelt, also teils noch vor Bekanntwerden eines Treffens radikaler Rechter in Potsdam.

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

Zu einem Verbotsverfahren gegen die AfD sind die Meinungen im RTL/ntv-Trendbarometer gespalten. 47 Prozent wären dafür, 48 Prozent dagegen. Die regionalen Unterschiede sind deutlicher: 50 Prozent der Westdeutschen fänden ein AfD-Verbot gut, 46 Prozent nicht. In Ostdeutschland sind laut Umfrage 59 Prozent der Befragten dagegen, 35 Prozent würden die Rechtsaußen-Partei gerne verbieten lassen. Die Daten zum AfD-Verbot wurden vom 12. bis 15. Januar unter 1005 Befragten erhoben.

DPA