Die Firma Delta V testet einen Mondraketenantrieb. 

Die Türkei hat erfolgreich ein im Inland entwickeltes Triebwerk für ihre erste Mondmission getestet. „Ich denke, wir werden die erste Etappe unserer langen Mission im Jahr 2023 erfolgreich abschließen“, verkündete der türkische Minister für Industrie und Technologie, Mustafa Varank, am Sonntag. Für die Entwicklung istdie Firma Delta V im Istanbuler Stadtteil Şile zuständig.

Varank informierte sich bei seinem Besuch in der Fertigungsanlage über den Verlauf der Forschungsarbeiten undbeobachtete die Testläufe.

Mehrere Testläufe

Es wurden zwei Tests durchgeführt – einer für das senkrechte Startsystem der Rakete, die das Raumfahrzeug ins All bringen soll, und der andere für ein Hybrid-Raketentriebwerk, das bei der Landung zum Einsatz kommen soll. Beide Triebwerke, die rund 50 Sekunden lang getestet worden seien, funktionierten ohne Probleme, teilte der Minister in einer Erklärung mit.

Die Türkei wolle in den kommenden Jahren einen wirtschaftlichen Nutzen aus dem Raumfahrtprojekt ziehen, sagte Varank. „Deshalb sind diese Technologien, die wir verbessern, so wertvoll für uns.“

Der türkische Minister informierte, dass der erste Raketenstarttest in einem Monat in der Schwarzmeer-Provinz Sinop durchgeführt werde.

Schritt für Schritt zum Mond

Auch der Generaldirektor von Delta V, Arif Kocabeyoğlu,äußerte sich optimistisch nach den Tests: „Wir haben die angestrebten Sekunden erreicht. Schritt für Schritt werden wir zum Mond schreiten.“

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte die Mondmission am 9. Februar bei einer Veranstaltung in der Hauptstadt Ankara angekündigt. Demnach will die Türkei ein unbemanntes Raumschiff in die Mondumlaufbahn schicken und im Jahr 2023 eine Landung auf dem Mond durchführen. Danach soll ein Astronauten ins All geschickt werden und eine bemannte Mission zum Mond folgen – innerhalb von zehn Jahren.

TRT Deutsch