Spielefirma Zynga kauft türkische Spieleentwickler für Mobilgeräte auf

Zynga hat für 168 Millionen Dollar den türkische Spieleentwickler Rollic erworben: ein Handyspiele-Entwickler mit mehr als 250 Millionen downloads. Mit dieser Akquisition steigt Zynga in den Hyper-Casual-Markt ein – eine der größten und am schnellsten wachsenden Spielekategorien für Mobilgeräte.

Rollic wurde im Dezember 2018 von Burak Vardal, Deniz Basaran und Mehmet Can Yavuz in Istanbul gegründet. Acht von Rollics Spielen haben im US-App Store Platz 1 oder 2 der besten kostenlosen Spiele erreicht. Die entwickelten Spiele haben derzeit mehr als fünf Millionen aktive Benutzer pro Tag (DAUs) - und 65 Millionen pro Monat (MAUs).

Die Welt durch Spiele verbinden

„Wir freuen uns, mit der Übernahme von Rollic (...) in die Kategorie Hyper-Casual zu expandieren“, sagte Frank Gibeau, Geschäftsführer von Zynga. „Mit Rollic erweitern wir unser Publikum erheblich, erweitern und diversifizieren unser globales Werbegeschäft und erweitern unsere Spiele-Pipeline und unser Entwicklernetzwerk.“ „Das Rollic-Team ist stolz darauf, zu Zynga zu gehören“, sagte Burak Vardal, Gründer und Geschäftsführer von Rollic. „Unsere Expertise im Bereich Hyper-Casual passt nahtlos zu Zyngas Kompetenzen. (...) Wir freuen uns darauf, unsere gemeinsame Mission, die Welt durch Spiele zu verbinden, voranzutreiben.“ Zynga erwirbt 80 Prozent von Rollic für 168 Millionen Dollar. In den nächsten drei Jahren will Zynga auch die verbleibenden 20 Prozent erwerben.

Zynga kauft Rivalen Peak für 1,6 Milliarden Euro

Das US-Unternehmen übernahm im Juni auch den türkischen Handyspiele-Entwickler Peak für 1,6 Milliarden Euro.

Peak wurde im Jahr 2010 von Sidar Şahin gegründet und hat seinen Hauptsitz in Istanbul. Das rund 100 Mitarbeiter zählende Unternehmen hat sich bislang besonders mit den Handyspielen „Toon Blast“ und „Toy Blast“ einen Namen gemacht. Der Zukauf soll die Anzahl von Zyngas aktiven Nutzern auf einen Schlag um rund 60 Prozent erhöhen.

Die Übernahme soll im dritten Quartal abgeschlossen werden. An der Börse kam die Bekanntgabe des Deals zunächst gut an: Zyngas Aktien stiegen im US-Handel zeitweise um fast sieben Prozent.

Agenturen