Der turkmenische Außenminister Meredow (l.) bei einer Pressekonferenz mit dem türkischen Außenminister Çavuşoğlu (r.).  (AA)

Erdgas aus Turkmenistan soll über die Türkei nach Europa transportiert werden. Das kündigte der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu bei einem Treffen mit seinem turkmenischen Amtskollegen Raschid Meredow am Dienstag in Ankara an.

„Die Türkei ist bereit, ihren Teil dazu beizutragen, Turkmenistans Erdgas über türkischen Boden nach Europa zu bringen“, betonte Çavuşoğlu. Die Minister beider Länder unterzeichneten ein Kooperationsabkommen für 2021 und 2022. „Unsere wirtschaftlichen Beziehungen nehmen allmählich zu, unser Handelsvolumen wächst trotz der Pandemie“, resümierte Çavuşoğlu. Ziel sei es, die Beziehungen in allen Bereichen zu verbessern.

Das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern stieg im vergangenen Jahr auf zwei Milliarden Dollar. Das sei nicht schlecht, „wenn man die Pandemiebedingungen bedenkt“, sagte der turkmenische Außenminister.

Die Türkei und Turkmenistan würden zudem bald ihre enge Zusammenarbeit im Bereich Sicherheit weiter stärken, sagte Çavuşoğlu.
Hinsichtlich der Absichtserklärung zur gemeinsamen Erkundung eines Energiefeldes im Kaspischen Meer sagte der türkische Außenminister: „Wir freuen uns über das Abkommen, das zwischen Turkmenistan und Aserbaidschan (...) erreicht wurde.“

Gemäß des Dokuments entfallen die Rechte des „Dostluk“-Feldes im Kaspischen Meer zu 70 Prozent auf Turkmenistan und zu 30 Prozent auf Aserbaidschan. Mehr zum Thema:SOCAR erwägt Transport von Wasserstoff nach Europa über TANAP

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