(Symbolbild) Der neue Tracking-Schutz in iOS 14 bereitet Facebook sorgen.

Facebook fürchtet angesichts der neuen iOS-Version von Apple negative Folgen für das eigene Unternehmen. Das bekundete der Social-Media-Gigant auf seinem Unternehmensblog am Mittwoch (Ortszeit).

Mit dem mobilen Betriebssystem iOS 14 führt Apple neue Privatsphäre-Einstellungen ein, die es den Werbetreibenden nicht mehr so leicht ermöglichen, die Nutzer zu tracken. Facebook spricht von einem „drastischen” Verlust von Werbeeinnahmen. Auch soll die Aktualisierung App-Entwickler betreffen, die Facebook-Werbetracking-Tools verwenden.

Bisher stellen Apple-Geräte die Nutzer-Informationen für Facebook und seine Werbepartner mittels eines „Identifier for Advertisers” (IDFA) zur Verfügung – und zwar ohne explizite Zustimmung des Anwenders. Wer das nicht möchte, muss dem Widersprechen. Die Änderung dreht das nun um: Die Benutzer müssen dem Tracking zustimmen.

Das mache die sogenannte IDFA im Wesentlichen nutzlos, warnte Facebook die Entwickler. Die Facebook-Apps, zu denen unter anderem WhatsApp und Instagram gehören, werden mit iOS 14 die Benutzer per IDFA nicht mehr erfassen können. Denn Facebook zufolge werden durch diese neuen Features viele Nutzer das Tracking verbieten. Deshalb möchte Facebook bereits jetzt auf das Tracken mit IDFA verzichten.

Das Verhältnis zwischen Facebook und Apple scheint in letzter Zeit immer angespannter zu sein. Erst letzte Woche hatte sich Facebook hinter Epic Games gestellt und Apple öffentlich wegen der 30-prozentigen Provision durch Apples App-Store kritisiert. Mit der neuen iOS-Version dürfte sich das Verhältnis zwischen den zwei Tech-Giganten weiter verschlechtern.

TRT Deutsch