Der FC Bayern München hat nach dem Rassismusvorwurf gegen einen Nachwuchstrainer personelle Konsequenzen gezogen. (dpa)
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Der FC Bayern München hat seine Untersuchungen nach Rassismusvorwürfen gegen Mitarbeiter des Nachwuchsleistungszentrums abgeschlossen. Wie der deutsche Fußball-Rekordmeister am Freitag mitteilte, seien die Anschuldigungen „umfassend“ untersucht worden.

„Im Ergebnis wurden für einen Teilbereich des NLZ Vorgänge ermittelt, die gegen arbeitsrechtliche Pflichten verstoßen haben, mit der Haltung des FC Bayern nicht übereinstimmen und zu Konsequenzen führen“, teilte der Club mit. Folge sind strukturelle Veränderungen und ein personeller Neuanfang für die U9- bis U15-Teams.

„In unserem Club dulden wir weder Intoleranz noch Diskriminierung. Dass jetzt an einer Stelle gegen unsere Grundsätze verstoßen wurde, schmerzt uns. Wir werden alles dafür tun, dass sich so etwas nicht wiederholt“, sagte Michael Gerlinger, Direktor Recht & Personal.

Das Magazin „Sport Inside“ des WDR hatte über den Rassismusverdacht berichtet. Demnach würden schwere Vorwürfe erhoben. In Diskussionen um die Verpflichtung von Spielern sollen etwa rassistische Ausdrücke verwendet worden sein. Ein Nachwuchscoach soll in einem Chat Ausdrücke wie „Drecks Türke“, „Neger“ und „Kanake“ verwendet haben. Der FC Bayern reagierte auf die Rassismus-Vorwürfe und entließ den Jugendtrainer.

dpa