„Sie erörterten die aktuellen Entwicklungen in Libyen, einschließlich der Bemühungen um eine diplomatische Lösung der Krise, sowie die aktuellen Entwicklungen in Syrien“, erklärte ein Regierungssprecher in Berlin. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, es sei um die Entwicklungen in der Region gegangen.

Die Regierung in Damaskus und ihre Unterstützer Russland sowie Iran hatten zuletzt ihre Angriffe auf die Oppositionshochburg im nordwestsyrischen Idlib ausgeweitet.

Durch die Luftangriffe sind nach UN-Angaben mehr als 235 000 Menschen zur Flucht gezwungen worden. Demnach fliehen die Menschen vor allem Richtung Norden und in Richtung türkischer Grenze.

Die Türkei hat bereits mehr als 3,6 Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen. Erdoğan hatte davor gewarnt, dass angesichts der Luftangriffe wieder vermehrt Menschen auch nach Europa fliehen könnten.

Mit Blick auf Libyen hatte Erdoğan angekündigt, Truppen in das Bürgerkriegsland zu schicken, sollte die international anerkannte Regierung in Tripolis darum bitten. LNA-Truppen des Warlords Khalifa Haftar versuchen seit Monaten die Hauptstadt Tripolis einzunehmen und die international legitimierte Regierung der Nationalen Einheit (GNA) zu stürzen.

DPA