Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan wendet sich an die Mitglieder des Parlaments, während er der Wiedereröffnung des türkischen Parlaments nach der Sommerpause in Ankara, Türkei, am 1. Oktober 2021 beiwohnt. (Reuters)

Das türkische Parlament hat mit Unterstützung aller politischen Parteien das Pariser Klimaabkommen ratifiziert. Die Vereinten Nationen begrüßten am Mittwoch den Schritt der Türkei. „Es ist wichtig, dass alle Länder ihren Ehrgeiz weiter steigern, und der Generalsekretär hat deutlich gemacht, dass die G-20-Länder den Weg weisen müssen“, sagte Stephane Dujarric, Pressesprecher von UN-Generalsekretär Antonio Guterres, gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu.
Die Verabschiedung des Abkommens erfolgte im Vorfeld des am 31. Oktober beginnenden Klimagipfels (Cop26). Dieser soll dazu ermutigen, stärkere Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels zu ergreifen.
Die Verabschiedung erfolgte auch vor dem Hintergrund einer Reihe von Naturkatastrophen und extremen Wetterereignissen, die die Türkei heimgesucht haben und für die größtenteils der Klimawandel verantwortlich gemacht wird: Dürre, verheerende Waldbrände und tödliche Überschwemmungen.
Klimaexperten warnen, dass das Mittelmeerbecken, zu dem auch die Türkei gehört, von schweren Dürren und Wüstenbildung bedroht sei.
Der angestrebte nationale Beitrag der Türkei zielt die Verringerung der Treibhausgasemissionen um 21 Prozent bis 2030 an. Der prognostizierte Ausstoß soll von 1175 Millionen Tonnen auf 929 Millionen Tonnen fallen.
Erklärtes Ziel des Pariser Abkommens ist es, die globale Erwärmung auf deutlich unter zwei, vorzugsweise auf 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Die Welt hat sich seither bereits um 1,2 Grad Celsius erwärmt.


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