Türkei: Mutmaßlicher Daesh-Funktionär verhaftet

Der türkische Innenminister Süleyman Soylu teilte über den Kurznachrichtendienst Twitter die Festnahme des mutmaßlichen Türkei-Verantwortlichen der Daesh-Terrororganisation mit. Bei dem Verdächtigen hätten Beamte auch wichtige Pläne der Daesh konfiszieren können, so Soylu.

Bei dem Festgenommenen handelt es sich um Mahmut Özden. Sicherheitskräfte haben bei der Durchsuchung in der Wohnung des Verdächtigen Digitalmaterial und den Computer beschlagnahmt.

Nach bisherigem Kenntnisstand soll Özden vom Irak und Syrien aus regelmäßig Anweisungen erhalten haben. Terroranschläge in Gruppen von zehn bis zwölf Personen seien geplant gewesen. Im Hinblick auf weitere Daesh-Mitglieder hoffe Soylu auf mehr Informationen – die Befragung von Özden dauere noch an. Gleichzeitig bedankte sich der Innenminister bei den Sicherheitsbehörden für ihren Einsatz.

Der Terrorverdächtige habe vergangene Woche in Istanbul an der Ausarbeitung eines aufsehenerregenden Anschlagsplans mitgewirkt und sei auch der Befehlsinhaber. Der türkische Geheimdienst in Istanbul und das Dezernat für Terrorbekämpfung nahmen den Özden bei einem gemeinsamen Einsatz in Adana fest. In Istanbul erließ ein Richter Haftbefehl gegen ihn.

Im Februar 2017 startete die Türkei eine ihrer größten Operationen gegen die Daesh. Die Terrororganisation ist auch für eine Reihe von Anschlägen in der Türkei verantwortlich.

Seit Gründung von Daesh im kriegszerrütteten Syrien und Irak hat die Türkei mehr als 5000 mutmaßliche Terroristen festgenommen und über 3290 ausländische Terroristen aus 95 verschiedenen Ländern abgeschoben. Mindestens 50.000 Verdächtigen wurde die Einreise in die Türkei verweigert.



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TRT Deutsch