Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat den Kronprinzen von Abu Dhabi, Mohammed bin Zayed Al-Nahyan, in Ankara empfangen. (Reuters)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat den Kronprinzen von Abu Dhabi, Mohammed bin Zayed Al-Nahyan, in Ankara empfangen. Ankara und Abu Dhabi vereinbarten dabei, die Beziehungen zwischen der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) zu verbessern und die wirtschaftliche Zusammenarbeit auszubauen. Die VAE kündigten nach dem Treffen die Einrichtung eines 10 Milliarden Dollar schweren Investitionsfonds an. Zudem unterzeichneten Erdoğan und Mohammed bin Zayed mehrere Abkommen. Die beiden Länder vereinbarten eine Zusammenarbeit in den Bereichen Energie, Öl und Gesundheit und unterzeichneten zudem ein Abkommen zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Zudem wurde ein Abkommen zwischen der Abu Dhabi Development Holding und dem türkischen Präsidialamt für Investitionen verkündet. Das Abkommen soll dazu beitragen, die Zusammenarbeit in verschiedenen Sektoren wie Verkehr, Versorgungsunternehmen und Medien zu entwickeln. Besuch als Zeichen der politischen Neuausrichtung Ein weiteres Abkommen wurde zwischen den Börsen von Abu Dhabi und Istanbul unterzeichnet. Auch die Zentralbanken beider Länder und die Zollabteilungen wurden in den Austausch einbezogen. Die Einzelheiten der Vereinbarungen wurden dabei noch nicht bekannt gegeben. Mohammed bin Zayed ist seit 2012 zum ersten Mal zu Besuch in Ankara. Zudem ist es das erste hochrangige Treffen zwischen den VAE und der Türkei in den letzten Jahren. Der Besuch wird als Teil einer umfassenderen Anstrengung der VAE gesehen, ihre Außenpolitik nach dem erfolglosen Versuch, den anderen Golfstaat Katar im Jahr 2017 zu isolieren, neu zu kalibrieren. Die bilateralen Beziehungen zwischen den VAE und der Türkei befinden sich in allen Bereichen auf dem Weg der Besserung, wie die türkische Kommunikationsdirektion am Dienstag mitteilte. Die Türkei bemüht sich ihrerseits ebenfalls um eine Verbesserung ihrer Beziehungen zu regionalen Mächten, darunter Ägypten und Saudi-Arabien.

TRT Deutsch