Markus Söder (CSU) / Photo: DPA (dpa)
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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Unionsparteien erneut zu einem klaren Kurs gegen die AfD aufgefordert. „Zur AfD gibt es nur eine klare Abgrenzung“, sagte Söder der „Welt am Sonntag“. Während die Union konservativ sei und „bewahren und schützen“ wolle, sei die AfD „radikal“. Mit Blick auf die ostdeutschen Bundesländer sagte Söder, die Union solle weniger über die AfD sprechen - und mehr über die Erfolge von CDU-Ministerpräsidenten.

Deutschland als Vasallenstaat von Putin

Über das politische Programm der AfD sagte Söder der „Welt am Sonntag“ wörtlich: „Sie will einen anderen Staat. Die AfD will raus aus der Nato und der EU. Das hätte zur Folge, dass wir wirtschaftlich unseren Wohlstand massiv verlieren und verarmen. Und unter der AfD würde Deutschland ein Vasallenstaat von Putin und Moskau werden. Franz Josef Strauß hätte die AfD daher als ‘fünfte Kolonne Moskaus’ bezeichnet.“

In Bayern werde es nach den im Herbst anstehenden Landtagswahlen weder Bürgermeister noch Landräte der AfD geben, sagte Söder weiter. Im Freistaat hätten sich Konzepte für von Abwanderung bedrohte bayerische Regionen ausgezahlt, die er selbst in seiner Zeit als Heimatminister erarbeitet habe, sagte Söder weiter. Diese Gegenden seien „infrastrukturell gestärkt“ worden.

Mehr Respekt für CDU-Ministerpräsidenten in Ostdeutschland

Bundesweit sollten die Unionsparteien weniger über die AfD, sondern mehr über die eigenen Stärken sprechen, sagte Söder weiter. So solle etwa den bei Wahlen gegen die AfD erfolgreichen ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (Sachsen) und Reiner Haseloff (Sachsen-Anhalt) „mehr inhaltliche Beinfreiheit und Respekt“ gezeigt werden.

AFP