14.01.2022, Berlin: Nancy Faeser (SPD), Bundesministerin des Innern und Heimat, nimmt an einer Pressekonferenz mit der EU-Kommissarin für Inneres, Johansson, im Innenministerium teil. (DPA)
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Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) will in ihrem Amt einen migrationsfreundlichen Kurs umsetzen. „Der Islam gehört natürlich zu Deutschland, er ist seit Jahrzehnten Teil des kulturellen Lebens“, sagte sie der „Süddeutschen Zeitung“ vom Donnerstag. Deutschland sei ein Einwanderungsland und müsse „endlich ein gutes Integrationsland werden“. Dazu gehörten Erleichterungen bei der Annahme der deutschen Staatsangehörigkeit, aber auch die Förderung legaler Zuwanderung.

„Wir müssen die Arbeitsmigration erleichtern“, sagte die Ministerin. „Auf der anderen Seite wollen wir aber auch Rückführungen und freiwillige Ausreise derjenigen forcieren, die nicht bleiben können.“

Die SPD-Politikerin wies Kritik aus der Union zurück, mit ihrem neuen Kurs die illegale Migration nach Deutschland zu fördern. „Es ist erstaunlich, wie schnell sich die Union vom Erbe Angela Merkels abwendet“, sagte Faeser. „Billiger Populismus hilft jedenfalls niemandem.“

AFP