Chinesische Soldaten sollen für den Angriff auf die Wirtschaftsauskunftei Equifax verantwortlich sein.

Der gewaltige Datendiebstahl bei einer Wirtschaftsauskunftei, von dem fast 150 Millionen Amerikaner betroffen waren, wurde laut US-Behörden von chinesischen Regierungs-Hackern durchgeführt. Das US-Justizministerium klagte am Montag wegen des Cyberangriffs auf die Firma Equifax vier Angehörige der Chinesischen Volksbefreiungsarmee an.

Der Datendiebstahl war 2017 bekanntgeworden. Er war besonders brisant, weil die Angreifer auch an die Sozialversicherungsnummern der Opfer gelangt waren. Diese Nummern werden in den USA oft zur Identifizierung im Alltag zum Beispiel bei Mobilfunk-Verträgen oder Kreditanfragen genutzt. Zudem hätten sich die Angreifer auch Zugang zu Namen, Geburtsdaten und Adressen verschafft - und zu den Fahrerlaubnis-Nummern von mindestens zehn Millionen Amerikanern, wie das Justizministerium betonte. Die USA vermuten chinesische Hacker auch hinter weiteren Fällen von Datendiebstahl, unter anderem bei der Behörde, die Informationen von Regierungsbeamten verwaltet - sowie bei der Hotelkette Marriott und dem Versicherer Anthem. Von den Daten können nach Einschätzung von IT-Sicherheitsexperten unter anderem chinesische Geheimdienste erheblich profitieren.

DPA