US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag bestätigt, dass die USA den Führer von al-Kaida auf der arabischen Halbinsel getötet haben. Das gab der Präsident nur wenige Tage später bekannt, nachdem die militante Gruppe die Verantwortung für eine Massenerschießung auf einen US-Marinestützpunkt übernommen hatte.

Die USA „führten im Jemen eine Antiterroroperation durch, die Qasim al-Rimi, einen Gründer und Führer der al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel, erfolgreich eliminierte“, sagte Trump in einer Erklärung des Weißen Hauses.

AQAP (al-Kaida auf der arabischen Halbinsel) bekannte sich am Sonntag zu einem Angriff am 6. Dezember auf der US-Marineflugzeugstation Pensacola in Florida, bei der ein Offizier der saudischen Luftwaffe drei US-amerikanische Matrosen tötete.

Washington betrachtet AQAP mit seinem Operationszentrum im Jemen als den gefährlichsten Zweig des weltweiten militanten Netzwerks. Die terroristische Gruppe konnte sich im Chaos des jahrelangen Bürgerkriegs zwischen der von den Saudis unterstützten Regierung des Jemen und den schiitischen Houthi-Rebellen, die die Hauptstadt kontrollieren, erfolgreich weiterentwickeln.

„Unter al-Rimi hat AQAP skrupellose Gewaltaktionen gegen die Zivilbevölkerung im Jemen begangen und versucht, zahlreiche Angriffe gegen die Vereinigten Staaten und unsere Streitkräfte durchzuführen und zu inspirieren“, so Trump. Der US-Präsident machte jedoch keine Angaben zu den Umständen oder dem Zeitpunkt der Operation.

Bei dem Angriff in Pensacola wurden acht Menschen verwundet, darunter zwei Sheriffs, bevor die Polizei den Angreifer erschoss.

Das FBI identifizierte den Angreifer formell als Mohammed Alshamrani, einen Leutnant der saudischen Luftwaffe. Er befand sich zur Ausbildung in den USA.

Die SITE-Monitoringgruppe berichtete, der Saudi postete vor seinem Angriff ein kurzes Manifest auf Twitter. In dem heißt es: „Ich bin gegen das Böse, und Amerika als Ganzes hat sich in eine Nation des Bösen verwandelt. Ich hasse Sie, weil Sie jeden Tag Verbrechen nicht nur gegen Muslime, sondern auch gegen die Menschheit unterstützen, finanzieren und begehen.“

Der Twitter-Account, der das Manifest veröffentlichte, verurteilte auch die Unterstützung der USA für Israel und enthielt ein Zitat von Osama bin Laden, dem getöteten al-Kaida-Anführer.

Der saudi-arabische König Salman prangerte den Pensacola-Angriff schnell als „abscheuliches Verbrechen“ an und beteuerte, der Bewaffnete „repräsentiert nicht das saudische Volk“.

Rund 850 Saudis gehören zu den 5.000 ausländischen Militärangehörigen, die in den Vereinigten Staaten ausgebildet werden.

TRT Deutsch und Agenturen