Ibrahim Eren, TRT-Intendant und neuer ABU-Präsident

Bei der 57. Generalversammlung der Asia Pacific Broadcasting Union (ABU) ist der TRT-Intendant Ibrahim Eren einstimmig zum Präsidenten gewählt worden. Die Präsidentschaftswahl und die damit verbundenen Treffen, die in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi stattfinden sollten, wurden dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie online abgehalten.

Eren wird das neue Amt bis zum 31. Dezember 2023 innehaben. Der ABU-Präsident wird während seiner Amtszeit von drei Vizepräsidenten unterstützt. Während der Präsidentschaft von Eren werden Masagaki Satoru, Vizepräsident des japanischen Staatsfernsehens NHK, Yang Sung-Dong, Präsident und CEO der südkoreanischen Rundfunkgesellschaft KBS, und Shashi Shekhar Vempati, CEO des indischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks Prasar Bharati, diese Positionen übernehmen.

Nominiert wurde Eren vom japanischen Staatsfernsehen NHK, welches innerhalb der Asiatisch-Pazifischen Rundfunkunion eine sehr aktive Rolle spielt. Der Vorschlag fand breite Zustimmung. Erens Kandidatur wurde von vielen Mitgliedern, insbesondere von Korean Broadcasting Systems (KBS), unterstützt.

Bei der Wahl des türkischen Intendanten zum ABU-Präsidenten waren die zunehmende Erfolgsbilanz von TRT unter der Amtszeit von Eren und die internationale Reichweite der türkischen öffentlich-rechtlichen Radio- und Fernsehanstalt ausschlaggebende Faktoren.

Erfolg auf die Stärke der Türkei zurückzuführen

Nach der Verkündung der Wahlergebnisse hat sich Eren bei allen ABU-Mitgliedern bedankt. „Zum Präsidenten der weltweit größten Rundfunkunion mit so einer breiten Zustimmung gewählt zu werden, erfüllt mich mit Stolz“, so Eren. Dieser Erfolg sei auf die Stärke der Türkei und die internationalen Leistungen von TRT zurückzuführen, so der neue Präsident.

Eren war zuvor bei der 55. ABU-Generalversammlung am 5. Oktober 2018 in Turkmenistan einstimmig zum ABU-Vizepräsidenten gewählt worden. Nachdem der vorherige Präsident Ryoichi Ueda seine Funktion als NHK-Intendant und ABU-Präsident nicht mehr innehatte, übernahm Eren als Vizepräsident seine Amtsgeschäfte und leitete bis zur Neuwahl alle ABU-Sitzungen.

ABU ist mit 271 Mitgliedern aus 72 Ländern die größte Rundfunkunion der Welt und erreicht rund 3,5 Milliarden Zuschauer. Seit der Gründung im Jahre 1964 ist das Netzwerk bestrebt, den Rundfunk zu verbessern, die Zusammenarbeit zwischen den Rundfunkanstalten zu fördern und die Produktion gemeinsamer Projekte sicherzustellen.

TRT gehört seit längerem zu den 17 Mitgliedern des Verwaltungsrates, des höchsten Verwaltungsorgans der ABU.

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