Die Gymnasiastin Semanur Atıcı ist unter den zehn Finalisten des renommierten Bayer Wissenschaftswettbewerbs 2020. Mit dem Projekt „Agaven-Kaktusfasern und Borcarbid als antiradioaktive Flüssigkeit und in der Seilherstellung“ beteiligt sich die Neuntklässlerin an der Ausschreibung.

In ihrem Projekt untersucht die Finalistin den Einfluss von Strahlungen auf Lebewesen. Bei ihrer Forschung habe sie beobachtet, wie Strahlungen bei Lebewesen zu Mutationen führten und Verursacher von bestimmten Krebsarten seien. Atıcı erklärte, einige Pflanzen hätten die Fähigkeit, Strahlung zu absorbieren. So habe sie sich an die Arbeit gemacht und aus dem Kaktuspflanzenextrakt und dem Bormineral eine antiradioaktive Flüssigkeit hergestellt. Aus Agavenfasern synthetisierte sie einen antiradioaktiven Faden.

Insgesamt wurden 568 Projekte eingereicht. Die 16-Jährige konnte sich mit dem Projekt bis ins Finale behaupten. Semanur Atıcı ist Schülerin des Kartal Anadolu Imam-Hatip-Gymnasiums - ein theologisches Fachgymnasium im asiatischen Teil Istanbuls. Die Schule gehört im Bereich Naturwissenschaft zu den bekanntesten und erfolgreichsten Bildungseinrichtungen der Türkei. Schon oft hat das Gymnasium bemerkenswerte Erfolge mit Forschungsprojekten verzeichnen können.

Direktor Mithat Tekçam erklärt, der Erfolg seiner Schülerin sei kein Zufall. Das Kartal Anadolu Imam-Hatip-Gymnasium gebe Schülern in Naturwissenschaften eine umfassende Ausbildung und fördere die sie auf hohem Niveau.

Das Bayer Wissenschaftswettbewerb wird zum sechsten Mal in Folge durchgeführt. Das Wettbewerbsfinale findet am 20. Mai statt.











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