Einreise für als Reinigungskraft verkleideten US-Bürger verweigert.

Aus Sehnsucht nach seiner in Deutschland wohnenden Freundin hat ein US-Bürger mit ungewöhnlichen Mitteln versucht, die derzeitigen Reisebeschränkungen wegen der Corona-Krise zu umgehen. Der 20-Jährige verkleidete sich nach seiner Ankunft am Flughafen in Frankfurt am Main als Reinigungskraft, um so trotz der derzeit geltenden Regelungen ins Land zu gelangen, wie die Bundespolizei am Dienstag mitteilte. Demnach zog sich der Mann nach der Landung seiner Maschine aus Washington am Sonntag eine gelbe Warnweste an und versuchte mit zwei Müllsäcken in der Hand, Luftsicherheitsmitarbeiter davon zu überzeugen, hinter der Kontrollstelle Mülleimer leeren zu müssen. Einer Mitarbeiterin fiel jedoch auf, dass die vermeintliche Reinigungskraft keinen Sicherheitsausweis trug und kein Deutsch sprach. Sie alarmierte die Bundespolizei. Auf der Wache gestand der Mann, dass er aus Sehnsucht nach seiner in Deutschland lebenden Freundin gehandelt habe. Eine andere Möglichkeit zur legalen Einreise habe er nicht gesehen. Nach Abschluss der Ermittlungen musste der 20-Jährige am Montag zurück nach Washington fliegen. Die Bundespolizei wies darauf hin, dass sich der Mann selbst bei Erreichen der Mülleimer immer noch im Transitbereich des Flughafens befunden hätte. Er wäre noch vor der grenzpolizeilichen Einreisekontrolle gewesen.

AFP