Der Intercity-Express (ICE) ist die schnellste Zuggattung der Deutschen Bahn. (dpa)
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Mit zusätzlichen Sprinter-Verbindungen will die Bahn von Mitte Dezember an innerdeutschen Flugangeboten Konkurrenz machen. Zwischen Berlin und Köln etwa fahren dann Sprinter drei mal täglich in unter vier Stunden und damit bis zu eine halbe Stunde schneller als bisher, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Schneller geht es demnach auch auf der Strecke Düsseldorf-Köln-München und morgens von Hamburg zum Frankfurter Flughafen. Zwischen Berlin und München soll es neue Sprinter am Abend geben. Auf acht der zehn stärksten innerdeutschen Flugstrecken gebe es mit den Sprinterzügen eine schnelle und umweltfreundliche Alternative, warb die Bahn. Ein ICE mit 13 Wagen könne fünf mal so viele Menschen befördern wie ein Mittelstreckenflugzeug. Auf der Linie München-Stuttgart-Frankfurt Flughafen-Köln-Dortmund-Hamburg sollen nur noch diese extra-langen Züge fahren; die Bahn erhält derzeit alle drei Wochen einen neuen davon. Mit „neuen Sprinterverbindungen am Tagesrand“ wirbt die Bahn dabei auch um Geschäftskunden. So sei es möglich, „morgens frühere Termine wahrzunehmen und abends wieder Zuhause zu sein“. Neue Fernverkehrslinie und erhöhte Preise Neu im Fahrplan 2022, der ab 12. Dezember dieses Jahres gilt, ist die Fernverkehrslinie Dortmund/Münster-Siegen-Frankfurt/Main. Dort sollen doppelstöckige Intercity-Züge fahren. Auf anderen Verbindungen ersetzen ICE-Züge die Intercitys, etwa auf der Strecke Frankfurt/Karlsruhe-Stuttgart-Ulm-München. „Wir wollen noch mehr Bahn in der Fläche Deutschlands“, erklärte Bahn-Fernverkehrschef Michael Peterson. Selten sei „Klimaschutz so einfach und angenehm“ gewesen. Mit dem neuen Fahrplan erhöht die Bahn auch die Preise. Wie der Konzern bereits Anfang des Monats bekanntgegeben hatte, steigen sie zum Fahrplanwechsel um durchschnittlich 1,9 Prozent im Fernverkehr.

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