Der Vorstandsvorsitzende des Axel Springer-Verlags, Mathias Doepfner, hält eine Rede während einer Jahrespressekonferenz in Berlin, Deutschland, 8. März 2018. (Reuters)

Der Springer-Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner soll laut Medienbericht israelkritische Angestellte zur Kündigung aufgerufen haben. Wie das Nachrichtenportal „Middle East Eye“ am Dienstag berichtete, reagierte er damit auf die Kritik an der gehissten Israelflagge vor der Berliner Zentrale des Verlages. Mehrere Mitarbeiter hatten sich demnach beschwert, weil sich die Solidaritätsaktion mit Israel im Mai im Anschluss an die massiven Angriffe in Gaza ereignet hatte.

Bei den elftägigen israelischen Angriffen kamen 248 Palästinenser ums Leben, darunter 66 Kinder. Bei den Gegenschlägen der Palästinenser starben 13 Israelis.

Springer-CEO Döpfner sagte einem Bericht der „Jerusalem Post“ zufolge zu seinen Mitarbeitern: „Ich denke, und ich bin sehr offen zu Ihnen, eine Person, die ein Problem damit hat, dass hier eine Woche lang eine israelische Flagge gehisst wird, nachdem antisemitische Demonstrationen stattgefunden haben, sollte sich einen neuen Job suchen.“

Der Medienkonzern gilt seit seiner Gründung als besonders pro-israelisch: „Wir unterstützen das jüdische Volk und das Existenzrecht des Staates Israel“, betont Axel Springer auf seiner Webseite. CEO Döpfner bezeichnete sich 2014 anlässlich der Verleihung des europäischen B’nai B’rith-Preises selbst als nichtjüdischen Zionisten. Axel Springer gehört zu Europas größten Verlagsgruppen. Das Unternehmen kontrolliert unter anderem Marken wie „Bild“, „Die Welt“, den „Business Insider“ oder die polnische Tageszeitung „Fakt“.

TRT Deutsch