Das türkische seismische Forschungsschiff Oruç Reis am 3. Oktober 2018 vor Istanbul, Türkei.

Die Türkei entsendet das im Zentrum ihres Streits mit Griechenland um Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer stehende Forschungsschiff „Oruç Reis“ erneut in diese Gewässer. Das Gas-Erkundungsschiff werde sich von diesem Montag an bis zum 22. Oktober im östlichen Mittelmeer aufhalten, kündigte die türkische Marine am Sonntagabend an.

„Oruç Reis“ wird den Angaben der türkischen Marine zufolge unter anderem südlich der griechischen Insel Kastellorizo unterwegs sein und von zwei anderen Schiffen begleitet werden. Griechenland beansprucht die Gewässer rund um Kastelorizo für sich. Dies weist die Türkei unter Berufung auf ihren Festlandsockel zurück.

In den vergangenen Wochen hatte es diverse Signale der Entspannung zwischen Griechenland und der Türkei gegeben. So hatte sich der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdoğan zu Gesprächen mit Griechenlands Ministerpräsident Mitsotakis bereit erklärt.

Die türkische Regierung hatte die „Oruç Reis“ erstmals am 10. August in das Gebiet entsandt, dabei wurde sie von Kriegsschiffen begleitet. Zu ihrem Abzug im September teilte die Türkei mit, es handle sich um Wartungsarbeiten. Präsident Erdoğan sagte damals aber auch, er wolle „der Diplomatie eine Chance“ geben.

Seit der Entdeckung reicher Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer gibt es heftigen Streit um deren Ausbeutung. Griechenland hat die Energieexplorationsaktivitäten der Türkei im östlichen Mittelmeer angefochten. Es versucht, das türkische Meeresgebiet mit allen Mitteln einzudämmen.

Kastellorizo TRT Deutsch
DPA