In der Corona-Krise bleibt die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln und Seife in Deutschland weiterhin hoch. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lag der Absatz von Desinfektionsmittel in der Vorwoche zwar nicht mehr auf dem Niveau von März, war immer noch rund zweieinhalb Mal so hoch wie üblich. Die Nachfrage nach Seife lag immerhin ein Drittel höher als normal. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie berichtet das Bundesamt in wöchentlichen Sonderauswertungen, wie sich das Einkaufsverhalten bundesweit entwickelt. Der Absatz typischer „Hamsterprodukte“ wie Toilettenpapier und Nudeln, der zu Beginn der Pandemie zeitweise explodiert war, normalisiert sich demnach weiter. Er ging in der vorigen Woche sogar deutlich zurück. Toilettenpapier wurde vom 11. bis 17. Mai erneut fast ein Drittel weniger verkauft als üblich.

Der Auswertung zufolge waren die typischen Hamsterwaren Klopapier (minus 28 Prozent), Nudeln (minus 30 Prozent) und passierte Tomaten (minus 16 Prozent) deutlich weniger gefragt als im Durchschnitt der Monate August 2019 bis einschließlich Januar 2020. Die Statistiker gegen davon aus, dass die Nachfrage nach diesen Produkten zunächst gesättigt ist.

Nachfrage nach Desinfektionsmitteln ungemindert hoch

Weiterhin überdurchschnittlich gut verkaufen sich hingegen Seife (plus 38 Prozent) und Desinfektionsmittel (plus 152 Prozent), die zur Einhaltung der Hygienevorschriften benötigt werden. Zu den Corona-Gewinnern zählt auch weiterhin tiefgekühltes Obst, das in der beobachteten Kalenderwoche 49 Prozent über dem langmonatigen Schnitt lag. Weniger gefragt waren nach den ersten Lockerungen hingegen Wein (minus 21 Prozent) und Kondome (minus 13 Prozent).

Auch der Absatz von Teigwaren lag nach Erkenntnissen der Statistiker in etwa ein Drittel unter dem Niveau, das laut Durchschnittswerten für die Monate August 2019 bis Januar 2020 zu erwarten gewesen wäre. Die Nachfrage nach derartigen „Hamsterwaren“ sei nun anscheinend gesättigt, hieß es. Dagegen stieg die Nachfrage nach alkoholischen Getränken.

Agenturen