Der Legende nach ist die antike Stadt Aizanoi im Westen der Türkei von arkadischen Siedlern gegründet worden. Die Stadt befindet sich aktuell in der Restauration und ist seit 2012 als UNESCO-Weltkulturerbe gelistet.


Aizanoi liegt in der Nähe der Stadt Çavdarhisar, etwa 50 km südwestlich der Provinz Kütahya. Neben Ephesus ist sie die zweite ikonisch-antike Stadt in der Türkei.

Zu entdecken gibt es in dem 5000 Jahre alten Ort so einiges. Dort wurden einst ein Zeustempel, Stadion und Theater erbaut. Zudem befindet sich dort noch eine erhaltene Brücke über den Stadtfluss Penkalas. Das Theater hatte eine Kapazität für 20.000 Besucher, das Stadion für 13.500.

In der Mitte des 1. Jahrhunderts n.Chr. wurde ein Heiligtum zu Ehren von Zeus erbaut, das zu großen Teilen erhalten geblieben ist. Das Theater entstand in mehreren Bauphasen und wurde auf eine ungewöhnliche Art mit dem benachbarten Stadion verbunden. In der byzantinischen Ära erlebte Aizanoi eine Blütezeit und war auch Bischofssitz. Während der Seldschukenzeit siedelten sich Tataren an.

Das türkische Kultur- und Tourismusministerium ist derzeit bestrebt, die Restaurationsarbeiten voranzutreiben. Das Projekt ist auf sechs Jahre angelegt. Am Ende soll die Stadt so aussehen wie einst in der Antike.


Das Deutsche Archäologische Institut führte dort 1920 erste Ausgrabungen durch, die nach zeitweiliger Unterbrechung seit 1970 weiterlaufen.


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