11. Oktober 2021, Izbirak, Mardin, Türkei: Die Wiedereröffnungszeremonie der Mor Dimet Kirche im Dorf Izbirak in der Südosttürkei. (Others)

In einer dreistündigen Zeremonie ist die Mor-Dimet-Kirche der assyrischen Gemeinschaft im südosttürkischen Dorf Izbirak in der Provinz Mardin nach fast 30 Jahren wieder eingeweiht worden. Rund 400 Menschen aus mehreren Ländern nahmen an der Feier teil. Das Dorf im Bezirk Midyat, in dem einst fast 100 assyrisch-türkische Familien gelebt hatten, hatte sich 1993 in eine Geisterstadt verwandelt. Damals war die Gemeinschaft in verschiedene europäische Länder ausgewandert. Nach der vollständigen Befreiung des Gebiets von PKK-Terroristen beschlossen die Assyrer zurückzukehren. Danach begannen die Familien mit der Restaurierung der 1700 Jahre alten Mor-Dimet-Kirche, die zwei Jahre dauerte. Dreistündige Zeremonie

Die Eröffnungsfeier der Kirche fand unter Beteiligung des Metropoliten von Midyat, Samuel Aktaş, sowie einheimischer und ausländischer Priester statt. Hunderte Assyrer reisten aus Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Schweden, der Schweiz, den Vereinigten Staaten und Österreich an, um der Feier beizuwohnen.

Während der dreistündigen Zeremonie rezitierten Priester Abschnitte aus der Bibel, und es wurden religiöse Hymnen gesungen. Anschließend segnete Metropolit Aktaş die Kirche und gab sie für den Gottesdienst wieder frei.

„Natürlich ist heute ein historischer Tag. Bei der Eröffnung waren bis zu 400 Menschen anwesend. Das hat uns sehr gefreut“, sagt Aydın Aslan aus Belgien. Auswanderer kehren zurück

Die assyrisch-türkische Gemeinde, die sich im Südosten der Türkei konzentriert, hat in den vergangenen Jahren einen erneuten Anstieg ihrer Mitgliederzahlen erlebt. Viele Auswanderer sind zurückgekehrt. Die meisten Mitglieder der Gemeinschaft in Mardin und den benachbarten Städten verließen nach dem Putsch von 1980 die Region oder sogar das Land.

Die ab den 1980er Jahren beginnende Gewalt der Terrororganisation PKK beschleunigte den Exodus. Im vergangenen Jahrzehnt kam es zu einer Zunahme der PKK-Anschläge, auf die der Staat mit Anti-Terror-Operationen antwortete. In den meisten Teilen der Region ist die Sicherheit wiederhergestellt. Mehr zum Thema: Türkei: Sichergestellte Ikonen werden Patriarchen übergeben

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