Dresden: Tausende protestieren bei Pegida-Geburtstag (dpa)
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Zahlreiche Menschen sind am Sonntag in Dresden gegen die asyl- und ausländerfeindliche „Pegida“-Bewegung auf die Straße gegangen. Zu zwei Demonstrationen und einer gemeinsamen Kundgebung für Demokratie, Weltoffenheit und ein friedliches Miteinander hatte ein Bündnis aufgerufen, unter anderem der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) und die Rektorin der Technischen Universität Dresden, Ursula Staudinger. Anlass war eine Kundgebung der seit Mai vom sächsischen Verfassungsschutz als extremistisch eingestuften „Pegida“-Bewegung zum siebten Jahrestag ihrer Entstehung.

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Laut Beobachtern versammelten sich auf dem Dresdner Altmarkt in Hör- und Sichtweite voneinander rund 2000 „NoPegida“-Demonstranten sowie rund 1000 „Pegida“-Anhänger. Redner bei „Pegida“ war unter anderem der Chefredakteur des „Compact“-Magazin, Jürgen Elsässer. Das Magazin wird vom brandenburgischen Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall eingestuft.

Die „Pegida“-Bewegung hatte sich im Herbst 2014 als „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ gegründet. Ihre immer montags stattfindenden Demonstrationen gewannen rasch Zulauf und fanden Nachahmer in anderen deutschen Städten. Mitte Januar 2015 versammelte „Pegida“ rund 25.000 Menschen in Dresden. Noch immer demonstrieren einige hundert Anhänger montags, allerdings nicht mehr wöchentlich.

epd