Bundeskanzler Friedrich Merz hat für einen Ausbau globaler Partnerschaften der Europäischen Union geworben. Angesichts wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Herausforderungen der Gegenwart sei dies nötig, sagte Merz am Freitag auf der Münchener Sicherheitskonferenz (MSC). Merz hatte zuvor mehrmals den Stand der transatlantischen Beziehungen kritisch hinterfragt.
Notwendig sei „ein starkes Netz globaler Partnerschaften“, sagte der CDU-Politiker. Türkiye, Kanada und Japan, Indien oder auch Brasilien spielten dabei „Schlüsselrollen“. Er nannte auch Südafrika, die Golfstaaten „und andere“. „Mit ihnen wollen wir enger zusammenrücken, in gegenseitigem Respekt und mit langem Atem“, sagte Merz.
Partnerschaft sei dabei kein absoluter Begriff, so Merz Partnerschaft setze keine vollkommene Übereinstimmung aller Werte und Interessen voraus. Das gehöre zu den Lehren dieser Tage.
Merz weiter zurückhaltend hinsichtlich Dialog mit Russland
Hinsichtlich einer Wiederaufnahme eines Dialogs mit Russland für ein Ende des Ukraine-Krieges zeigte sich Merz zurückhaltend. „Wenn es sinnvoll ist, zu reden, dann sind wir zu Gesprächen bereit", sagte Merz. Allerdings zeige Russland noch keine Bereitschaft zu „ernsthaften Gesprächen“.
Die Europäer stünden in engem Austausch mit den USA und der Ukraine. „Wir sind sehr, sehr gut koordiniert“, sagte Merz mit Blick auf die von den USA vermittelten Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau. Es werde alles auch mit den Europäern abgestimmt.





















