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Nach Helm-Eklat: Europa-Abgeordnete bitten IOC um Umdenken
Sind die Fotos getöteter Sportler eine politische Botschaft oder Zeichen des Gedenkens? Das IOC hat den Ukrainer Wladislaw Heraskewytsch ausgeschlossen. Die falsche Entscheidung, sagen EU-Abgeordnete.
Nach Helm-Eklat: Europa-Abgeordnete bitten IOC um Umdenken
Foto: Annegret Hilse/REUTERS
vor 14 Stunden

Mehrere Europa-Abgeordnete positionieren sich gegen den Olympia-Ausschluss des ukrainischen Skeleton-Piloten Wladislaw Heraskewytsch. „Wir halten den Ausschluss von Wladyslaw Heraskewytsch und das Verbot des Helmes für falsch. Die Sanktionierung des Gedenkens birgt die Gefahr, selbst als politische Entscheidung wahrgenommen zu werden und damit den olympischen Gedanken zu untergraben“, schrieben rund 40 Abgeordnete des Europäischen Parlaments um Initiator Erik Marquardt (Grüne) in einem Brief an das Internationale Olympische Komitee. „Wir fordern das IOC daher dringend auf, diese Entscheidung zu überdenken.“

Das IOC hatte den ukrainischen Skeletoni von den Wettbewerben in Italien ausgeschlossen. Heraskewytsch wollte mit einem Helm antreten, auf dem Bilder von rund 20 Athletinnen und Athleten zu sehen sind, die infolge des Ukraine-Krieges ums Leben gekommen sind.

Europa-Abgeordnete: Erinnerung an Kriegsleid ist keine Propaganda

„Eine Erinnerung an das Leid des Krieges und die in einem völkerrechtswidrigen Krieg getöteten Sportlerinnen und Sportler ist keine Propaganda oder politische Demonstration. Dieses Gedenken ist Ausdruck von Respekt und Erinnerung. Damit entspricht es dem Kern des olympischen Gedankens“, heißt es in dem Brief. 

Die rund 40 Abgeordneten kommen aus den Fraktionen der Grünen, Sozialdemokraten, Linken, Liberalen und der konservativen EVP, zu der auch CDU und CSU gehören.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen