WIRTSCHAFT
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Autozulieferer Aumovio will weltweit bis zu 4000 Stellen streichen
Der Autozulieferer Aumovio kündigt einen weitreichenden Stellenabbau an. Weltweit sollen Arbeitsplätze wegfallen. Auch in Deutschland sind Einschnitte vorgesehen.
Autozulieferer Aumovio will weltweit bis zu 4000 Stellen streichen
Das Logo von Aumovio SE ist während der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA Mobility) zu sehen. / Foto: dpa / DPA
vor 3 Stunden

Der Autozulieferer Aumovio will in diesem Jahr weltweit bis zu 4000 Stellen streichen. Damit wolle das Unternehmen die Wettbewerbsfähigkeit seiner weltweiten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten stärken, teilte Aumovio am Dienstag in Frankfurt am Main mit. In Deutschland sollen Jobs „in einem Umfang bis in den hohen dreistelligen Bereich“ abgebaut werden. Allein am Standort Frankfurt sollen demnach bis zu 220 Jobs wegfallen.

Schwerpunktmäßig sollen die Stellen in Indien, Singapur, Rumänien, Serbien, Deutschland sowie Mexiko wegfallen, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Es habe den Dialog mit der Arbeitnehmervertretung aufgenommen.

Der Stellenabbau solle „möglichst sozialverantwortlich“ gestaltet werden, betonte Aumovio. Das Unternehmen plane unter anderem, an den betroffenen Standorten in Deutschland bereits Anfang März ein Freiwilligenprogramm zu starten.

Konzernchef Philipp von Hirschheydt erklärte, Aumovio sei „technologisch führend für die sichere, begeisternde, vernetzte und autonome Mobilität der Zukunft“. Diese Marktposition baue das Unternehmen „mit einer klaren Strategie“ weiter aus. „In einem herausfordernden Umfeld ergreifen wir nun zusätzliche Maßnahmen, um konsequent unsere Effizienz zu steigern.“

Aumovio war im September durch Abspaltung des sogenannten Automotive-Geschäfts des Autozulieferers Continental entstanden. Das Unternehmen produziert vor allem Fahrzeugelektronik, von Bremsen bis hin zu Sensoren, Bildschirmen und Assistenzsystemen. Der Umsatz betrug 2024 rund 19,6 Milliarden Euro, das Unternehmen beschäftigt weltweit mehr als 86.000 Menschen. Autozulieferer in Deutschland haben seit einigen Jahren mit einer gesunkenen Rentabilität und den allgemeinen Problemen am Automobilmarkt zu kämpfen.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen